… Sie haben selbst eine Konfliktsituation erlebt?

 

Studienteilnahme

Gewalt gegenüber Einsatzkräften der Polizei, der Feuerwehr und des Rettungsdienstes stellt ein omnipräsentes Thema in den Medien dar. Die Diskurse um die proklamierte Zunahme von Übergriffen führte in kriminalpolitischer Hinsicht zuletzt durch das Inkrafttreten des 52. StrafÄndG zu einer Strafschärfung des sog. Widerstandstrafrechts.

GeVoRe setzt sich zum Ziel die Vorschriften der §§ 113, 114 und 115 StGB im Sinne einer evidenzbasierten Kriminalpolitik näher zu betrachten.

Methodische Ausgangslage

Gewalt gegen Einsatzkräfte resultiert häufig aus einem dynamischen, mitunter konfliktträchtigen Geschehen, dem in der Regel eine Interaktion zwischen den beteiligten Konfliktparteien vorausgeht. Das Ausmaß der Gewalteskalation, das letztlich in dem strafrechtlichen Vorwurf eines Widerstandsdeliktes mündet, bildet das Ergebnis eines eskalativen Prozesses, d.h. die Entstehung der Gewalteskalation ist als Prozess mit einer eigenen Dynamik zu verstehen, der sich aus dem Zusammenspiel der einzelnen Interaktionen ergibt. Diese spezielle Interaktionsdynamik übt schließlich Einfluss darauf aus, inwiefern die Anwendung von Gewalt für die jeweilige Konfliktpartei zu einer tatsächlichen Handlungsalternative wird. Im Rahmen dieser Eskalationsprozesse spielen die subjektiven Wahrnehmungen und Deutungen der jeweils sich gegenüberstehenden Konfliktpartei eine wesentliche Rolle. Grundlegendes Verständnis für Eskalationsprozesse setzt demzufolge voraus, dass die Perspektiven, Wahrnehmungen und Motive der handelnden Akteur*innen analysiert und gegenübergestellt werden.

Zielgruppe des Aufrufs

Der Aufruf zur Teilnahme an einem Interview richtet sich an Personen, die in eine wahrgenommen konfliktträchtige Situation mit Polizeibeamt*innen / Kräften der Feuerwehr und/oder Rettungskräften geraten sind, in deren Verlauf eine (körperliche) Auseinandersetzung stattgefunden hat.
Sofern Sie Interesse haben, an dem Interview teilzunehmen, können Sie das Kontaktformular verwenden oder Sie nehmen über unsere E-Mail-Adresse studie@gevore.de mit uns Kontakt auf.

Ablauf des Interviews

Nach der Kontaktaufnahme, melden wir uns gerne bei Ihnen, um etwaige Fragen zu beantworten bzw. das weitere Vorgehen abzustimmen.

Das Interview selbst erfolgt an einer, gerne von Ihnen vorgeschlagenen Örtlichkeit, in der eine entspannte und ungestörte Gesprächssituation stattfinden kann. Das Gespräch findet auf Grundlage eines Interviewleitfadens statt und wird ungefähr eine Stunde in Anspruch nehmen. Sofern Sie einverstanden sind, wird das Interviews auf Tonband/einen Datenträger aufgezeichnet. Der Inhalt des Interviews besteht in der Wahrnehmung der Geschehensabläufe im Hinblick auf die situativen Gegebenheiten, Ihre individuellen Eindrücke und Motive.

Freiwilligkeit und Anonymität

Die Teilnahme an dem Interview ist freiwillig. Sie können jederzeit und ohne Angabe von Gründen die Teilnahme an dem Interview beenden. In diesem Fall werden alle bis dahin angefallenen Daten gelöscht. Die im Rahmen dieser Studie erhobenen Daten und persönlichen Mitteilungen werden streng vertraulich behandelt, eine Weitergabe der Informationen an Dritte, die nicht in das Projekt involviert sind, insbesondere Strafverfolgungsbehörden, findet nicht statt.

Alle Projektmitarbeiter*innen, die durch direkten Kontakt mit Ihnen über personenbezogene Daten verfügen oder an der Auswertung der Interviews beteiligt sind, unterliegen der Schweigepflicht. Zudem werden die Daten anonymisiert, d.h., die Daten können danach keiner bestimmten Person mehr zugeordnet werden. Weitere Informationen können dem Datenschutzkonzept entnommen werden.

Scheuen Sie sich nicht, uns bei Fragen hinsichtlich des Ablaufs, Datenschutzkonzeptes oder anderer bestehender Unklarheiten unter studie@gevore.de zu kontaktieren.