Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) / Lagebilder

Die Polizeiliche Kriminalstatistik

Die PKS wird jährlich von den Landeskriminalämtern erstellt, das Bundeskriminalamt erstellt seit 1953 mithilfe der Landesdaten eine Polizeiliche Kriminalstatistik für Gesamtdeutschland. Alle Straftaten, die bei der Polizei angezeigt oder von ihr ermittelt werden, werden in die PKS übertragen, sobald der Vorgang an die Staatsanwaltschaft abgegeben wird.

Somit handelt es sich hier um das sogenannte Hellfeld, denn nur Straftaten, die der Polizei bekannt sind, werden in der PKS abgebildet. Abzugrenzen ist das Dunkelfeld, welches alle Straftaten umfasst, also auch solche, die von Polizei und Staatsanwaltschaft unentdeckt und damit im „Dunklen“ bleiben. Je nach Straftat kann das Dunkelfeld um ein Vielfaches größer sein, als das Hellfeld. Der Prozess der Straftat vom Dunkel- ins Hellfeld kann abhängig sein von unterschiedlichen Faktoren wie beispielsweise dem Anzeigeverhalten der Bevölkerung, der polizeilichen Kontrolldichte oder auch von Änderungen im Strafrecht.

Somit kann die PKS zwar nicht die tatsächliche Kriminalitätsentwicklung darstellen, sie kann allerdings erste Hinweise auf die Kriminalitätsbelastung und eine Annäherung an die tatsächliche Situation geben.

Lagebilder

Neben der jährlich erscheinenden Polizeilichen Kriminalstatistik veröffentlicht das Bundeskriminalamt (und das jeweilige LKA auf Länderebene) regelmäßig auch sogenannte Lagebilder.

Hier werden zu ausgewählten Deliktbereichen wie beispielsweise der Organisierten Kriminalität, Cybercrime oder auch Gewalt gegen Polizeibeamt*innen ergänzende Informationen zum Phänomen, zur Entwicklung und zu Ergebnissen der Bekämpfungsstrategie veröffentlicht.